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Indien – Nationalparks, Naturschutzgebiete, Tiere, Tierwelt

Indien - Nationalparks, Naturschutzgebiete, Tiere, Tierwelt

Selbstverständlich dienen auch in Indien Nationalparks und andere Naturschutzgebiete dazu, um vorrangig Tiere bedrohter Arten zu schützen. Und wie bedroht diese Tierwelt ist, kann man am enormen Zuwachs dieser Parks und Schutzgebiete erkennen.
So stieg seit der ersten Entstehung indischer Nationalparks die ursprüngliche Anzahl von fünf auf etwa einhundert innerhalb der letzten 50 Jahre. Weitere sollen folgen.
Außerdem gibt es zusätzlich etwa 500 Wild-, sowie spezielle Tiger-Reservate.

Nationalparks und Menschen in Indien

Über einige der indischen Nationalparks habe ich ja hier auf dieser Seite bereits berichtet. So beispielsweise über

Und auch in all diesen Beiträgen musste ich die traurige Erkenntnis vermitteln, wie arg bedroht manche Tierarten sind.
Durch legale Jagd, Wilderei sowie Waldrodungen mit enormen Ausmaßen werden die Tiere getötet bzw. wird ihnen ihr Lebensraum entzogen. Durch Staudämme und Flußbegradigungen wird die Heimat der in Gewässern lebenden Tieren vernichtet. Stirbt eine Art aus, sind davon auch andere Arten mittel- und unmittelbar betroffen.
Demzufolge ist es begrüßenswert, dass immer mehr Naturschutzgebiete entstehen, um die bedrohten Arten zu schützen. Allerdings drängt sich hierbei die folgende Frage auf: “Ist es hierfür nicht schon zu spät?” –
Denn nicht nur die Anzahl der Nationalparks steigt, sondern auch die Bevölkerung wächst, und das vermutlich rasanter als die betroffenen Tiere geschützt werden können. Je mehr die Bevölkerung wächst, umso mehr drängen die Menschen in die Nationalparks und der ursprüngliche Zweck der Schutzgebiete verliert mehr und mehr an Bedeutung.
 

Naturschutzgebiete und Tiere in Indien

Nachfolgend einige (traurige) Zahlen, die trotz der Naturschutzgebiete vermutlich weiter ins Negative sinken werden:

  • Tiger: von mehreren hundertausend im vorigen Jahrhundert auf weniger als 3.000 Tiere
  • Nashörner: auch hier liegt die Anzahl unter 3.000 Tieren; geschätzte Anzahl etwa 2.500
  • Asiatische Elefanten: geschätzte Anzahl wild lebender Tiere: um die 30.000
  • Ganges-Gaviale (Verwandte der Krokodile): bereits als kritisch eingestuft
  • Indus-Delfine (eine Unterart des Ganges-Delfins): nur noch wenige kleine Populationen

Soweit also einige wenige Fakten zu den imposantesten Tieren des indischen Subkontinents.
Hinweis zu diesen Zahlen: Diese variieren von Quelle zu Quelle. Und vor allem in Indien ändern sich die Verhältnisse oftmals rasant, sodass genaue Zahlen schwer zu ermitteln sind.
Nichtsdestotrotz sind nicht nur die genannten Tiere, sondern die gesamte Tierwelt von den oben erwähnten legalen und illegalen Vorgangsweisen betroffen.
Insofern ist also zu hoffen, dass die vorhin gestellte Frage “Ist es hierfür nicht schon zu spät?”, doch noch irgendwann mit “Nein” beantwortet werden kann.

Hiermit mein abschließender Aufruf: “Auf in die Nationalparks von Indien, um dort noch Tiere zu bewundern, bevor diese endgültig zum Aussterben verurteilt sind!”

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Indien – Nationalparks, Naturschutzgebiete, Tiere, Tierwelt
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3 Kommentare

  1. Hallo Walter,
    grundsätzlich stimme ich Deinem Aufruf “Auf in die indischen Nationalparks” ja zu, aber dazu muss man auch wissen, dass sich ein Besuch sehr von einem in afrikanischen Nationalparks unterscheidet. Man kann nämlich nicht einfach mit einem Mietwagen für den ganzen Tag hinein fahren, sondern nur gebuchte Touren machen, die dann ungefähr 3-4 Stunden dauern. Die Reservierungen sind z.B. bei Ranthambore in der Hand einer “Ticket-Mafia”, die sich mit kräftigem Aufschlag weiterverkauft. Es gibt zwar eine Webseite, wo man die Touren selbst buchen kann, ich habe das aber wochenlang vergeblich versucht, die Webseite hat mich immer früher oder später rausgeworfen.
    Und noch etwas: Manche Fahrer und Guides sind völlig auf Tiger fixiert, das heißt sei rasen in halsbrecherischem Tempo über die Pisten und lassen dabei alle anderen Tiere einfach links liegen. Wenn sich dann kein Tiger zeigt – was nicht so unwahrscheinlich ist – hat man so am Ende praktisch überhaupt nichts gesehen. Natürlich gibt es auch andere, die gute Tierbeobachtungen ermöglichen, aber vorher weiß man in der Regel nicht, mit wem man unterwegs sein wird.
    LG
    Stefan

  2. Schöner Artikel macht Lust auf Indien :).

  3. Klingt alles wirklich sehr schön, ich persönlich mag auch gerne die indische Küche diese dort zu genießen würde mich reizen.
    Lg Helga

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