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Kusch am Nil, Napata und die Pyramiden von Meroe

Bild zu Kusch am Nil, Napata und die Pyramiden von Meroe - Afrikanische Urlaubsimpressionen Nr. 1

Das antike Reich Kusch erstreckte sich vormals im Norden des heutigen Sudans (siehe Karte).
Am Nil gelegen, auch die ehemalige Hauptstadt von Kusch, nämlich Napata und ganz in der Nähe die Pyramiden von Meroe.

Das alte Reich am Nil: Kusch

Von der markanten Krümmung des Nils bis an die Grenzen des alten Ägyptens erschufen die Nubier eines der ersten Staatsgebilde der Erde. Sie herrschten über ein rohstoffreiches Land. Doch dieser Umstand führte einerseits zu immerwährenden Auseinandersetzungen der Könige Nubiens mit dem Pharaonenreich der Ägypter. Er sorgte jedoch andererseits für einen kulturellen, wie wirtschaftlichen Austausch. Auf diese Art und Weise sind ihre baulichen Hinterlassenschaften zu erklären, die noch dieser Tage in der Wüste des damaligen Obernubiens bestaunt werden können.
Lebensader des Reichs von Kusch war der längste Fluss der Erde: der Nil. An seinen Ufern gründeten die Nubier ihre beiden Hauptstädte Napata und Meroe. Deren Pyramiden und Ruinen sind ein überaus attraktives Ziel für Reisende. Denn Wüstensand, Hochkultur und der behäbig dahinströmende Fluss machen eine Reise in die Vergangenheit Nubiens nicht nur für archäologisch Interessierte zu einem Highlight auf afrikanischem Boden. Sondern auch Naturliebhaber werden hier voll auf ihre Rechnung kommen.

Die Hauptstadt von Kusch an den Ufern des Nils: Napata

Im Jahre 1450 vor Christus gründete der ägyptische Pharao Thutmosis III. die Stadt Napata. Diese wurde nach kriegerischen Auseinandersetzungen dem Machtbereich der kuschitischen Herrscher einverleibt. Man erhob sie zur Hauptstadt des neuen Reiches und errichtete zwischen den Hängen des Bergs Barkal und den Ufern des Nil Paläste, Tempelanlagen und Pyramiden.
Über allem thront, damals wie heute, der 287 Meter hohe, als heilig verehrte Berg Barkal. Von ihm aus kann man rund um seine Flanken, aber auch auf seinen Felsen antike Bauwerke erblicken. Doch auch über die üppige und sattgrüne Flussoase des Nils sowie auf die Stadt Karima, eine Neugründung Napatas, kann man hier seine Blicke schweifen lassen. Mit dem auf dem Berg gelegenen Tempel des Amun schuf man das religiöse Zentrum des gesamten Reichs von Kusch. Wind und Sandstürme haben der ehemals prächtigen Anlage zugesetzt. Dennoch gehören die vier sitzenden Widderstatuen vor ihrem Eingang zu den am besten erhaltenden Exponaten. Deutlich zeichnen sich auch die Grabpyramiden ab, die rund um den Berg als Totenstadt (Nekropole) errichtet wurden. In ihr fanden unzählige Generationen von Herrschern ihre letzte Ruhe.

Gut fünf Kilometer von der Kultstätte entfernt liegt mit Sanam die Wohnstadt von Napata. Bei den Ausgrabungen fand man Bewässerungssysteme und Sammelgruben. Dies verweist auf die hoch entwickelte Kultur der Nubier.

 

 

Das neue Zentrum im Reich von Kusch: Meroe

Doch im 3. Jahrhundert vor Christus verlagerte sich der Machteinfluss der Städte im Reich Kusch. Demzufolge wurde Meroe für 700 Jahre zum Zentrum des Landes.

Auf der anderen Uferseite des Nils, unweit der Stadt Schandi, laden die unzähligen kleinen und großen Pyramiden sowie die Überreste mächtiger Tempel und Paläste, Reisende zum Staunen ein. Auch heute noch deutlich ersichtlich ist die Aufteilung der Stadt: in einen königlichen Bezirk, den Tempelkomplex des Amun sowie der Wohnstadt der einfachen Bewohner.

Vor den Toren Meroes liegen die drei Nekropolen. Eines der auffälligsten Bauwerke innerhalb der Totenstädte ist die Pyramide der Königin Amanitore. Als mächtigste Frau der Welt regierte sie vor mehr als 2000 Jahren das Reich von Kusch. Die Pyramiden von Meroe sind nicht so riesig wie Reisende dies aus Ägypten gewohnt sind. Doch sie weisen eine immense Vielfältigkeit in puncto Gestaltung und Bauweise auf.

Alles in allem zählt das alte Reich Kusch am Nil mit seiner ehemaligen Hauptstadt Napata und mit den Pyramiden von Meroe zu den afrikanischen Urlaubsimpressionen. Demzufolge sind diese Orte in jedem Fall eine Reise wert.

Foto-Quelle: Axel Otto Seedorff / Foter.com / CC BY-NC-SA

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